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Energieautarkes Mehrfamilienhaus in Brütten wird belebt

Das am 6. Juni 2016 in Beisein von Bundesrätin Doris Leuthard eingeweihte Leuchtturmprojekt der Energiestrategie füllt sich mit Leben. Die Solar-Fassade stammt von Schweizer.

Das Mehrfamilienhaus in Brütten ist bezugsbereit.
Detailaufnahme Fassade und Loggien: Die matt gehaltene Fassade ist nicht auf den ersten Blick als Solar-Fassade mit Photovoltaikmodulen zu erkennen.
Walter Schmid (Umwelt Arena) erklärt BR Doris Leuthard die Funktion des Batteriespeichers.

Die Umwelt Arena Spreitenbach hat gemeinsam mit Ausstellungspartnern in Brütten, Kanton Zürich, das erste «solarbetriebene» Mehrfamilienhaus der Welt gebaut, das ohne externe Energieanschlüsse für Strom, Öl und Gas sowie ohne Cheminée auskommt. Um dies realisieren zu können, musste die Effizienz in allen Bereichen gesteigert werden: von der Energieproduktion über die Energiespeicherung bis hin zum Verbrauch und dem Benutzerverhalten.


Vor 200 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und beteiligten Hochschulen weihte Bundesrätin Doris Leuthard am 6. Juni 2016 das visionäre Projekt feierlich ein. «Das heute eingeweihte Haus zeigt: Energieautarkes Bauen ist ohne Komforteinbussen möglich», sagte sie in ihrer Rede und gratulierte den Verantwortlichen. EnergieSchweiz, das Förderprogramm des Bundesamtes für Energie, unterstützt das Projekt.

 

Solar-Fassade von Schweizer

In Brütten hat sich die Bauherrin für eine Solar-Fassade mit Dünnschicht-Solarzellen entschieden. Dünnschichtmodule sind kostengünstig in der Herstellung und sehr flexibel einsetzbar. Sie besitzen ein gutes Diffus- und Schwachlichtverhalten, was beim vertikalen Einsatz in der Fassade entscheidend ist, da diese meist nur für kurze Zeit einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Bei der Fassade waren auch architektonische Faktoren ausschlaggebend für die Modulwahl. Zum Beispiel sollte sie nicht spiegeln. Daher wurden die Module vor der Montage einer speziellen Behandlung unterzogen, wodurch sie eine homogene, matt anthrazitfarbene Glasoberfläche erhielten. Zurzeit wirken die natürlichen Verfärbungen der Module ein wenig störend, ja sie sehen teilweise aus, als seien sie verstaubt. Die Umwelt Arena erklärt dies wie folgt. Die Beschichtung schützte die Module während der Montage vor Flecken infolge von Handschweiss. Sie baut sich mit der Zeit ab und hinterlässt die obenerwähnte, matte Oberfläche. Bis zum Erreichen des finalen Erscheinungsbildes nach ein paar Monaten wird die Fassade, ähnlich wie bei einem neuen Metalldach, unterschiedlich aussehen. Die PV-Module mit einer Gesamtleistung von 47 kW sind nicht als solche an der Fassade zu erkennen und auf deren Leistung hat die besondere Oberflächenbehandlung nur einen geringen Einfluss.

Beim Projekt Brütten reicht eine Stunde Sonne im Sommer, um den Energiebedarf der Bewohner einen Tag lang sicherzustellen. Mit der überschüssigen Energie, die während der weiteren Sonnenstunden (im Sommer 12 – 14 Stunden pro Tag) produziert wird, können die Kurz- und Langzeitspeicher gefüllt werden. Den Bewohnern stehen zudem zwei umweltfreundliche Fahrzeuge zur Verfügung: ein Elektro- und ein Bio-/Erdgasauto. Das Elektroauto kann direkt vor Ort geladen werden.

 

Die hinterlüftete PV-Fassade besteht aus PV-Modulen mit einer SSG-Verklebung von vertikalen Profilen auf der Rückseite für das Einhängen der Module an der Fassadenunterkonstruktion, die ebenfalls von Schweizer erstellt wurde. Auch für die Dämmung der Fassade und die Fertigung und Montage der Storen-Kästen war Schweizer besorgt.

 

Günstiger und produktiver als verputzte Fassade

Die Gesamtkosten der Photovoltaik-Fassade inklusive aller Montage- und Installationskosten liegen bei rund 600 Franken pro Quadratmeter – tiefer als der Durchschnittspreis einer Glasfassade. Aus diesem Grund wurde auch die Nordseite mit PV-Modulen verkleidet. Auch wenn der Einstrahlungswinkel weit weg von der idealen 25°-Neigung ist, sind die Fassadenerträge ganz in Ordnung, weil auch die diffuse Sonnenstrahlung genutzt werden kann. Auch der flache Einstrahlungswinkel der Sonne in den Wintermonaten sowie in den Morgen- und Abendstunden erhöht die Ausbeute der Fassade wesentlich. Und ein weiteres Plus: Die Solar-Fassade mit PV-Modulen ist mit einer Glasfassade gleichzusetzen, was heisst, dass mit einer sehr langen Lebensdauer (40 – 50 Jahre) gerechnet werden kann.

 

Lesen Sie mehr zum energieautarken Leuchtturmprojekt der Umwelt Arena

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